ISIN, WKN und Ticker: Wertpapierkennungen verstehen
Definition
Ein und dieselbe Aktie kann an mehreren Börsen unter verschiedenen Kürzeln gehandelt werden. Damit es keine Verwechslungen gibt, existieren standardisierte Kennungen.
Die drei Kennungen im Vergleich
Die ISIN (International Securities Identification Number) besteht aus zwölf Zeichen und beginnt mit dem Länderkürzel des Emittenten — sie ist international eindeutig. Die WKN ist eine sechsstellige deutsche Kennnummer, die parallel weiterexistiert. Der Ticker ist das Handelskürzel an einer konkreten Börse und kann an verschiedenen Plätzen unterschiedlich lauten.
Warum die ISIN im Zweifel gilt
Ticker sind nicht eindeutig: Dasselbe Kürzel kann an unterschiedlichen Börsen für verschiedene Unternehmen stehen. Wer eine Order aufgibt, sollte die ISIN prüfen — insbesondere bei ausländischen Nebenwerten mit Zweitnotiz in Deutschland.
Vorsicht bei Zusätzen
Kürzel mit angehängten Buchstaben stehen häufig nicht für die Stammaktie, sondern für Optionsscheine, Bezugsrechte oder Anteilsscheine. Diese Papiere haben ein völlig anderes Risikoprofil als die zugrunde liegende Aktie.
Häufige Fehler
- Eine Order allein anhand des Tickers aufgeben.
- Optionsscheine oder Bezugsrechte für die Stammaktie halten.
- Annehmen, dass eine Zweitnotiz in Deutschland dieselbe Liquidität bietet wie der Heimatmarkt.
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Nur Bildung, keine Anlageberatung. Investitionen in Small und Micro Caps sind hochspekulativ und können zum Totalverlust führen. Alle Angaben ohne Gewähr.