Liquidität und Spread bei Nebenwerten
Definition
Liquidität beschreibt, wie leicht sich eine Aktie ohne nennenswerte Kursbewegung handeln lässt. Sie ist bei Small und Micro Caps der am häufigsten unterschätzte Faktor.
Was der Spread kostet
Wird eine Aktie zu 4,80 Euro angeboten und zu 5,00 Euro verkauft, beträgt der Spread rund vier Prozent. Wer kauft und sofort wieder verkauft, verliert diese Differenz — noch bevor sich der Kurs überhaupt bewegt hat.
Handelsvolumen prüfen
Werden von einer Aktie täglich nur wenige tausend Stück gehandelt, bewegt bereits eine mittelgroße Order den Kurs spürbar. Als grobe Orientierung: Die eigene Position sollte einen kleinen Bruchteil des durchschnittlichen Tagesvolumens nicht überschreiten.
Liquidität verschwindet, wenn man sie braucht
In ruhigen Phasen wirkt der Handel ausreichend. Nach einer schlechten Nachricht ziehen sich Käufer zurück, und der Spread weitet sich dramatisch — genau dann, wenn viele gleichzeitig verkaufen wollen. Limit-Orders statt Market-Orders sind bei Nebenwerten daher die Regel.
Häufige Fehler
- Ausschließlich an Handelsplätzen mit dünnem Orderbuch handeln, ohne den Referenzmarkt zu vergleichen.
- Market-Orders bei illiquiden Werten aufgeben.
- Aus der Kursentwicklung auf Handelbarkeit schließen — ein steigender Kurs bei minimalem Volumen ist wenig belastbar.
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Nur Bildung, keine Anlageberatung. Investitionen in Small und Micro Caps sind hochspekulativ und können zum Totalverlust führen. Alle Angaben ohne Gewähr.